Kajakangeln – Das erste Mal

Nach langer Pause gibt es mal wieder einen Bericht von uns und diesmal stand ein Kajak Wochenende mit unserem Angelkumpel Rob „Wolfsbarsch“ Staigis an. Rob hat mir in der Vergangenheit immer wieder von der Angelei im Kajak vorgeschwärmt und als eingefleischter Bootsangler hatte ich zwar großes Interesse diese Angelei einmal näher kennen zu lernen, allerdings auch etwas Sorge vor dem geringen „Platzangebot“ im Boot bzw. der eingeschränkten Bewegungsfreiheit. In unserem Fall wurde mir die Entscheidung etwas leichter gemacht, da Anna mir das Kajakwochenende zu meinem Geburtstag geschenkt hat. Da wir auf Wolfsbarsch angeln wollten, stand ein grobes Zeitfenster für unsere 3-Tages-Tour mit Rob fest. Nach Abzug von Strandurlaub und sonstigen privaten Terminen blieb am Ende nur noch das Wochenende der Luremasters Competition in NL. Ursprünglich hatte ich geplant bei diesem Wettkampf an den Start zu gehen, allerdings hielt sich die Motivation nach der PredatorTour und WPC in diesem Jahr stark in Grenzen. Zeitfenster für Trainingstage gab es fast gar keine und für die Competition wäre wieder einmal gut 1 Woche Urlaub drauf gegangen. Daher nutzten wir dieses Wochenende für unsere Kajaktour und fuhren nach NL an die Küste.

 

Die Wettervorhersage war leider gar nicht gut. Wind und Regen ließen uns erst einmal nichts Gutes hoffen und wir kamen zusammen mit Rob gegen 15 Uhr am Zielort Westkapelle an. Da wir unsere Wohnung erst gegen 16 Uhr übernehmen konnten gingen wir noch zum lokalen Angelhändler und deckten uns mit ein wenig Tackle ein. Wer kennt das nicht, eigentlich hat man alles mit und doch findet sich beim Händler immer wieder etwas, das unbedingt gekauft werden muss. Nachdem wir den Angelhändler glücklich gemacht und unser Haus bezogen hatten, ging es vorerst nur mit unserer Uferausrüstung ans Wasser. Die restliche Zeit war zu knapp und der Wind zu stark für die Kajaks. Nach guten 2h ohne Fischkontakt ging es zurück zur Unterkunft und nach unserem Abendessen inkl. ein paar Bierchen ins Bett.

Uferangeln in der Abendsonne

Uferangeln in der Abendsonne

 

Am nächsten Tag hatte der Wind etwas nachgelassen, allerdings war es immer noch zu viel Wind, um sicher raus fahren zu können. Somit legten wir einen weiteren Weg in Richtung Oosterschelde zurück und brachten dort die Kajaks ins Wasser. Rob hatte für uns zwei Hobie Outbacks im Gepäck. Eins davon war flammneu und mit dem MirageDrive 180° ausgerüstet, welchen ich unbedingt ausprobieren wollte.

Unser Yaks für den Ausflug waren startklar

Nach einer kurzen Einweisung ging es direkt aufs Wasser in einen windgeschützten Bereich. Dort machten wir uns ein wenig mit dem Ablauf aus Treten, Steuern und Werfen  vertraut. Das funktionierte recht schnell ganz gut und es ging zum ersten Spot, wo auch schon 10 Minuten später der erste Wolfsbarsch bei Anna hing. Kein Riese aber immerhin der erste Fisch im Yak.

Anna mit dem ersten Wolfsbarsch vom Yak

Was dann folgte hat mächtig Spaß gebracht. Wir fingen unzählige Wolfsbarsche auf unsere Köder, wenn auch kein Fisch über 50 cm hatte. Die Bisse waren wie man es von den Wölfen kennt trotz allem brutal hart und die schiere Menge machte die fehlende Größe wett. Bis zum Abend fingen wir an diversen Spots gut und gerne über 30 Wolfsbarsche und einen Hornhecht.

Hornhecht als Beifang

Rob war die meiste Zeit damit beschäftigt Fotos zu machen oder kurze Filme zu drehen. Das war Spaß pur und wir fuhren am Abend sehr happy in unsere Unterkunft zurück. Nach einem gemütlichen BBQ und den obligatorischen Fachsimpeleien ging es recht spät ins Bett.

Auch Rob fand hin und wieder die Zeit ein wenig zu Angeln

Keine Riesen aber die Stückzahl stimmte 🙂

Der Sonntag präsentierte sich vom Wind her leider nicht viel besser als der vorherige Tag und somit entschieden wir uns nochmal den weiteren Weg zur Oosterschelde auf uns zu nehmen. Ursprünglich wollten wir auf die Nordsee, da Rob hier die größeren Exemplare vermutete. Aber da wir noch „blutige Anfänger“ im Bereich der Yak-Angelei waren, galt hier safety first!

Rob stand uns mit seiner langen Kajakerfahrung zur Seite

Am Spot vom Vortag angekommen zeigte sich immerhin ein wenig Sonne und der Wind war spürbar weniger als am Vortag. Wir befischten zuerst einen neuen Spot und fuhren dann zu den Erfolgsstellen vom Vortag. Kaum angekommen hing der erste Wolf des Tages an der Leine.

Das sonnige Wetter oder der fehlende Wind schien den Fischen allerdings nicht so gut zu gefallen. Die Frequenz lag deutlich unter der des Vortages und wir konnten bis zum frühen Abend 14 Fische fangen. Wie bereits am Samstag gab es keine großen Fische, dafür aber erneut viel Spaß auf dem Wasser. Gegen Abend frischte der Wind etwas auf, aber auch das brachte nicht mehr Fische ans Band. Die Steuerung des Yaks ging aber schon wesentlich leichter von der Hand und ich gewöhnte mich ein wenig daran mit der Bootsspitze im Wind zu treten und zeitgleich zu angeln. Wie das Boot bei diversen Windbedingungen positioniert werden musste, ist mir durch die Bootsangelei in Fleisch und Blut übergegangen, beim Yak ist dies aber alles etwas anders. Mehr als einmal suchte ich verzweifelt meine iPilot Fernbedienung am Hals und griff ins Leere. Hat man sich erstmal an den Antrieb gewöhnt, läuft es ganz gut und die Hände sind frei zum Angeln. Da wir mit den Yaks zurück nach Duisburg und danach weiter nach Hause mussten, beendeten wir den Tag gegen 17 Uhr und machten uns auf die Heimreise.

Auch Doppeldrills waren möglich

Unser Abschlussfisch für diese Tour

Damit war unser erster und garantiert nicht letzter Ausflug mit den Kajaks beendet. Zusammengefasst war es wieder einmal ein super Wochenende mit Rob der bzgl. unserer Spotwahl den richtigen Riecher hatte. Mir ging es darum die Angelei vom Kajak kennen zu lernen und natürlich auch den einen oder anderen Fisch zu fangen. Beides hat wunderbar funktioniert. Ich habe mich zu keinem Zeitpunkt unwohl auf dem Hobie Outback gefühlt und der 180 Grad Antrieb hat einwandfrei funktioniert. Ich könnte mir gut vorstellen, dass dieser Antrieb sich sehr gut beim Vertikalangeln oder der pelagischen Angelei macht. Vielleicht habe ich irgendwann einmal die Gelegenheit dies im Fluss oder auf einem See zu testen. Das Wochenende war wie gesagt top und irgendwann wird auch sicher ein eigenes Yak auf der Haben-Wollen-Liste stehen (der Affe im Kopf tanzt schon Tango).

 

Wer ein Guiding oder den Einstieg in die Kajakangelei sucht ist bei Rob bestens aufgehoben. Ihn bringt nichts aus der Fassung und er macht fast alles möglich. Ich bin immer wieder gerne mit ihm unterwegs. Nützliche Tips und Tricks findet ihr auch auf Robs neuer Homepage http://www.kajakangler.com

 

Danke auch an Anna für das tolle Geburtstagsgeschenk *g*

 

Und ein kurzes Video hat Rob auch noch zusammen gestellt 😉

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