NKS-Wettkampf Andelse (Afgedamte) Maas, 10.06.2012

Der Wettstreit an der “afgedamten” Maas brachte im Vorfeld erst einmal viele Verwirrungen, wo das denn nun konkret sein soll. Dies klärte sich unmittelbar vor Wettkampfbeginn auf. Von unserem Trailerparkplatz hatten wir es nur 186 KM bis zur Wettkampf-Slippe. Eine im sonstigen Verhältnis kurze Anfahrt.

Da wir uns um 3.20 – 3.30 Uhr am Trailer treffen wollten, war um 2.15 Uhr wecken angesagt. René musste noch mit dem neuen Familienmitglied Buddy (9 Wochen alter Labradorwelpe) sein Geschäft erledigt, Katzenwäsche, Brote schmieren. Danach kam für René die übliche Prozedur an der Tankstelle (crushed Ice, etc.). Gregor war etwas früher vor Ort und hatte schon einiges vorbereitet. Somit konnte es auch pünktlich auf die Bahn gehen.
Das Wetter sah deutlich positiver aus, als es der Wetterbericht die Tage vorher prophezeit hatte. Das war ja schon mal was.
Ansonsten sind wir ohne jede Erwartungshaltung angetreten. Wir kannten das Wettkampfgewässer nicht und hatten es vorher nie befischt. Auf Grund der schon feststehenden Qualifikation für das Finale haben wir auch kein Testfischen veranstaltet. Hierzu fehlt uns eh zumeist die nötige Zeit. Also sollte die Veranstaltung lediglich den ersten Kontakt zum Gewässer für die Zukunft herstellen. Allerdings hatte Gregor im Vorfeld zum Wettkampf 2 Wochen Urlaub und war fast jeden Tag auf unserem Hausgewässer, der Maas in der Nähe von Roermond. In Verbindung mit einigen gemeinsamen Angeltagen gab dies ein wenig Sicherheit im Umgang mit den diversen Techniken, da man vorher doch einiges am Hausgewässer testen konnte.
Beim Einschreiben hat Gregor sich mit einigen der bekannten Teilnehmer unterhalten und konnte ein paar Informationen abgreifen. Es wurde z. B. gesagt, dass die Trainingseinheiten der anderen Boote in der Vorwoche wenig erfolgreich waren. Es wurde ebenfalls von diversen Stellen prophezeit, dass bereits ein (1) Fisch für eine sehr gute Wertung reichen würde. Ehrlich gesagt haben wir uns eh nicht auf einen Fangtag eingestellt. Die Statistiken der letzten Jahre zeigten schon zu deutlich auf, dass dieses Gewässer keine guten Fänge zulässt.

Tott beim Frühstück

Jan und Roger kamen zum Smalltalk vorbei

Chris Boxberger & Peter Engelen mit neuem LUND

Startschuss

Wie immer trafen wir auch viele andere bekannte Gesichter. Die Jungs von ASB hatten wir schon auf der Autobahn getroffen und uns deren Convoy angeschlossen.
Der Wettkampf wurde pünktlich um 8.30 Uhr angepfiffen. Per Paceboot kam Leben in die Veranstaltung. Die meisten Boote orientierten sich in eine Richtung. Wir blieben bereits an einer zweiten Einmündung stehen, da unser Echo einiges an Fisch zum Besten gab. Direkt an der Kante wo es von 5 auf 7 Meter abfiel stand Fisch ohne Ende. Also wurden die Köder runter geschickt und wir hofften auf einen frühen Einschlag in unseren Ruten.

Starker Pflanzenbewuchs brachte leider immer wieder viel Kraut an unsere Köder. Weder im Pulk der Durchstarter noch bei uns in der Umgebung tat sich etwas. Versucht wurde ein spezielles Rig, dass sich noch in Wessem beim letzten Test am Freitag vor der Veranstaltung als sehr produktiv herausgestellt hatte. Dieses bietet sich für Kunst- und Naturköderpräsentationen an, wovon René auch reichlich Gebrauch machte. Es wurde einiges versucht, aber nichts konnte die Fische zum Anbiss motivieren. Unsere Rückkopplungen mit den ASB Jungens, aber auch das auffällig passive, unhektische Verhalten der Kontrollboote brachte schnell die Erkenntnis, dass heute nicht viel laufen würde.
Nach einiger Zeit verständigten wir uns darauf uns aus dem Wettkampf auf Zander auszukoppeln und einfach daraus einen allgemeinen Angelausflug zu machen. Mit Lighttackle wurde dann gejiggt. Es gab auch nach recht kurzer Dauer Resonanz, aber eben nur von Hechten und Raubbrassen. Sehr auffällig war, dass man in diesem Flussstück nicht mal einen Barsch finden konnte.

René mit Raub-Brassen 😉

Da sogar diese sonst kurzweilige Angelei auf wenig Gegenliebe der Bewohner gestoßen ist, kamen wir gegen Mittag überein, uns nochmal der eigentlichen Mission „Zanderwettkampf“ zu widmen. Also nach der Jiggerei nochmal zum Vertikalgerät gegriffen, tote Rute raus und los gings. Nach ca. 20 Minuten, eigentlich dem Tiefschlaf nahe, gab es dann einen ordentliches Tock in Renés Rute. Ein guter Zander verhinderte das Einschlafen auf dem Bock, aber hatte eben selber keinen uns im Boot mal zu besuchen. Das war dann aber auch der letzte Aufreger des Tages. Die Enttäuschung über den verloren gegangenen Fisch war groß.
Um Punkt 14.00 Uhr brachen wir den Wettkampf ab, um nicht an der Slippe noch in einen Stau zu geraten.
Resumierend bleibt zu konstatieren, dass 52 Boote lediglich 11 Zander gefangen haben (42 Boote ohne Zielfisch). Was für ein schlechtes Ergebnis und wohl auch ein Ergebnis das in die „Geschichtsbücher“ der NKS eingehen wird. Um 14 Uhr, als wir uns von der Veranstaltung verabschiedeten, waren es nach der Info mehrere Beteiligter bis dahin lediglich 3-4 gefangene Fische.
Wie im Vorfeld eigentlich schon klar war und sich später herausstellte bzw. auch durch das NKS-Statement bestätigt wurde, war das Schleppen die effektivste Methode. Da wir auf diese Angelei aber keinen Bock haben und das Gewässer offensichtlich jährlich an Potenzial verliert, werden wir zukünftigen Wettkämpfen an der Andelse Maas fernbleiben bis die Statistiken wieder bessere Fangzahlen hergeben. Allerdings bietet sich die Andelse Maas als Alles oder Nichts Option an, wenn man noch ein Ticket benötigt, da ja lediglich ein knapp maßiger Fisch auch gestern wieder ausreichte. Ein schöner Angeltag wäre uns persönlich aber wesentlich wertvoller, so dass wir in der Zukunft statt dessen an diesem Tag eher an anderen Wettkampfgewässern trainieren gehen.
Herzlichen Glückwunsch an Wessi und Uli für die Final-Qualifikation. Das habt ihr Euch redlich verdient. Unsere Gedanken waren auf der Rückfahrt aber insbesondere bei Isi von ASB, der sich von den Mitstreitern sicherlich einiges anhören musste. Dennoch ist es so, dass nur der Wettkampf die Sinne schärft und einen zum besseren, zumindest flexibleren Angler macht, da es schnelles Handeln und Methoden erfordert, die man sonst nicht unbedingt präferiert. Allerdings muss man auch zugeben, dass dies für diesen Wettkampf nicht zutrifft und es leider nicht mal ein schöner Angeltag war. Wenigstens hat es nicht geregnet ;-). Wie wir jetzt erfahren haben, wollen die Jungs von ASB ab sofort nicht mehr an den Wettkämpfen teilnehmen. Wir bedauern das sehr und uns wird was fehlen.

Hier wie immer die Ergebnisse zum Wettkampf.

Noch ein paar Bilder zum Schluss

Ein paar der Teilnehmer vor direkt dem Start

Die beiden ASB-Boot die wohl demnächst nicht mehr mit dabei sein werden 🙁

Isi und Tott kurz vor dem Startschuss

2 Gedanken zu „NKS-Wettkampf Andelse (Afgedamte) Maas, 10.06.2012

  1. Das war dann mal wieder nichts was :).
    Wofür tut man sich so einen Aufwand überhaupt an … .

    Best regards Johann

  2. Wieso war das nichts? Habe meinen neuen Raubbrassen-PB aufgestellt. 😉

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