Startschuss in die neue Saison – Teil 1

Irgendwie ist es ja jedes Jahr die gleiche Nummer. Kaum ist man „froh“ das die Schonzeit da ist (nicht zu glauben das ich sowas überhaupt schreibe), denkt man schon wieder daran die Köder endlich wieder ins Wasser bringen zu können. Trotz allem ist die Schonzeit durchaus sinnvoll, da man diverse Arbeiten am Boot erledigen und auch mal das Tackle säubern und pflegen kann. Wie jedes Jahr kommt dann kurz vor dem Saisonauftakt das Jagdfieber in den bekloppten Anglern durch und man malt sich schonmal einen perfekten Saisonstart aus.  

 


So war es dann auch in diesem Jahr. René und ich verabredeten uns für Freitag abend im Hafen um noch die restlichen Arbeiten am Boot erledigen zu können bevor es dann um Punkt 0:00 raus zum angeln gehen sollte. Im Hafen angekommen wurde zuerst das Boot mit dem Tackle bestückt und die neu erworbenen Gasdruck-Podeste wurden noch installiert. Da dies doch mehr Zeit in Anspruch nahm als vorher angenommen wurde es bis wir damit fertig waren auch schon langsam dunkel. In der Dämmerung konnten wir noch unsere Ruten mit den entsprechenden Rigs versehen. Als dies soweit erledigt und das Boot endlich startklar war hatten wir auch schon fast Mitternacht. Somit zogen wir los um den ersten Stachelrittern der Saison unsere Köder zu präsentieren.

 

 


Unser erster Spot sollte sich nach einiger Sucherei auch gleich als „Hotspot“ herausstellen. Als der Fisch einmal gefunden war ging es mit den Bissen Schlag auf Schlag. Der erste Fisch des Tages hing bei René am Haken, direkt danach kam ein brutaler Einschlag auf meinen Köder. Wir fischten Vertikal in 2m tiefem Wasser und die Zander schienen die Köder zum Fressen gern zu haben. Eigentlich brachte fast jede Anfahrt an der Kante entlang einen Biss bei einem von uns beiden. Viele Fische hingen am Haken, gingen aber kurz vor der Landung verloren. Dies ärgerte mich besonders, da ich zum Saisonauftakt mit einer neuen Rute fischte und mich erst noch an diese gewöhnen musste.

 

 

 

 

 

 

So vergingen die Stunden in der Dunkelheit wie im Flug und wir konnten grob geschätzt etwas um die 30-35 Fische haken, wovon wie gesagt leider nicht alle ins Boot kamen. Das Fotografieren bei Nacht stellte sich ebenfalls als schwierig heraus, da Renés Kamera anscheinend nicht richtig eingestellt war und einige Bilder stark unscharf waren. Allzusehr gestört hat dies nicht, da die Fische fast alle die übliche „Einheitsgröße“ hatten und man sich nicht über vermasselte Aufnahmen von kapitalen Fischen ärgern brauchte.

 

 

Mit der Morgendämmerung  kamen dann auch die ersten Hechte die unsere Köder nahmen und die Frequenz bei den Bissen ließ deutlich nach. Ein schöner Hecht von 80+ wollte sich leider nicht zum Fotoshooting überreden lassen und schlug direkt am Boot den Haken aus dem Maul. Immerhin hatten wir bis zu diesem Zeitpunkt soviel Fischkontakt das dies nicht weiter schmerzhaft war. Als sich dann langsam die Sonne am Horizont zeigte entschieden wir uns die Stelle zu wechseln. Neuer Spot, neues Glück…

 

 

 

 

Gleich bei der ersten Anfahrt knallte es ziemlich heftig in der Rute. Nach dem Anhieb und kurzem Drill war dann plötzlich der Widerstand weg. So ein Mist! Schon wieder verloren. Ein kurzer Check des Köders brachte die vorläufige Erklärung… die Hakenspitze war durch einen vorherigen Hänger leicht verbogen. Also wurde der Jig getauscht und weiter gings. Kaum unten kam der nächste Schlag der durch die Rute ging. Fisch hing … und nach einem kurzen Moment schon wieder das gleiche Spiel. Der Widerstand war weg und somit auch der Fisch. Kurz darauf konnte der 3te Fisch an dieser Steller gehakt werden. Immerhin hing dieser lange genug um ein Drillfoto mit der neuen Rute zu machen. Der Fisch verabschiedete sich brav als ich ihn gerade mit der Hand landen wollte.

Nach diesem „Fang“ war die Stelle allerdings auch wie ausgestorben und es wurden diverse andere Spots angefahren. Bis auf einen weiteren „Aussteiger“ gab es an diesem Tag aber leider keinen Fischkontakt mehr. Das trübte die Stimmung aber keineswegs, denn die vorhergegangene Nacht entschädigte uns für einiges. So machten wir uns gegen 13:30 langsam auf den Weg zurück in den Hafen und ließen diesen ersten Tag vom gelungenen Saisonauftakt langsam ausklingen.

Ein Gedanke zu „Startschuss in die neue Saison – Teil 1

  1. Hi Gregor,

    das gefällt mir richtig gut! Wir sollten uns mal wegen
    der Tacklebilder einen Termin ausgucken. Müßten ja sowieso mehrere Tranchen werden.

    Gruß
    René

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