Neue DAIWA SMAK 100 HL

Als Rolle zum Vertikalen mit der Daiwa Interline TMZ setze ich zukünftig die neue DAIWA SMAK (SMAK 100 HL) ein. Im Gegensatz zum Vorgängermodell ist sie 40 Gramm leichter und kommt somit auf ein Gesamtgewicht von 210 Gramm. Die vergleichbare Megabass Jaggler ist mit 199 Gramm nur unwesentlich leichter.
Auch hier wurde das Twitching Bar (Viento, Jaggler usw.) verbaut. Der Knopf zum Drücken steht bei der neuen SMAK analog zur Jaggler etwas steiler als bei der Vieto ab. Bei der Jaggler, die ich ja schon über ein Jahr fische, wirkt sich das beim Fischen sehr angenehm aus.

Das/der Twitching Bar leistet gerade bei Aplikationen wie dem „Shake-it“, bzw. Techniken bei denen es um langsames Ausfischen eines Spots geht, wertvolle Dienste. Durch den Druck auf den Knopf wird der Köder ca. 15 cm eingeholt. Generell verhindert es somit vorrangig zu schnelles fischen. Beim reinrassigen Vertikalangeln möchte ich auf dieses Feature ebenfalls nicht nicht mehr verzichten, denn hiermit kann man einhändig fischen und gleichzeitig mit der anderen Hand das Boot steuern.

Bei der neuen SMAK wurde ein Zentifugalbremssystem verbaut. Durch Druck auf dem Knopf an der Sideplate lässt sich diese sehr einfach öffnen. Hiermit kann man dann die Bremskraft verstellen oder ganz schnell die Spule wechseln. Sehr gut gelöst. Die Spule ist sehr leicht somit und dem eigentlichen Anwendungsbereich „Finesse“ gewidmet.

Um die Sideplate zu öffnen, muss man auf den Knopf drücken! Fertig!

Blick auf die Spule. Leider nicht die der Presso!

Technische Daten:

Hersteller: DAIWA
Typ: SMAK 100 HL
Übersetzung 6.3:1
Schnureinzug: 67 cm
Bremskraft: 4 KG
Gewicht: 210 Gramm
Die Carbonteile bestehen aus ZAION

Spule raus zum wiegen....

17 Gramm Gewicht...

Die Gewichtsreduktion zur Viento/SMAK altes Modell resultieren also vorrangig durch die Spule und das eingesetzte Werkmaterial ZAION!
Aber was ist eigentlich ZAION?

ZAION ist ein neuer Werkstoff der beim Rollenbau eingesetzt wird. Bei der Ausgangsgröße handelt es sich um ein hochverdichtetes Kohlenstoff/Harz-Gemisch. Wo liegen die Vorteile und Unterschiede zu den bisher verwendeten Materialien?

a) Aluminium
Aluminium ist das bisher am häufigsten verwendete Material für den Rollenbau. Es ist leicht zu bearbeiten, relativ korissionsbeständig, extrem steif und sehr leicht, aber es ist in letzter Zeit auch sehr teuer geworden.
b) Magnesium
Magnesium wird gerne bei der Entwicklung von Highend-Rollen verwendet. Es ist unglaublich leicht und stark, allerdings hat es eine sehr niedrige Korissionsbeständigkeit. Außerdem ist es sehr teuer. Um es zu bearbeiten und korrisionsbeständig zu machen muss man sehr viel technisches Know-how einbringen und Aufwand betreiben.
c) GFK (Glasfaser/Harz-Kunstoff)
Bei diesem Werkstoff handelt es sich im wesentlichen um Harz, welches mit Glasfasern verstärkt wurde. Es ist hinsichtlich Gewicht und Stärke nicht mit Aluminium oder Magnesium zu vergleichen, aber es ist vollkommen korossionsbeständig und sehr günstig.
d) ZAION
Bei ZAION wird die Glasfaser durch eine Carbonfaser ersetzt. Dies führt zu einem extrem festen, steifen und leichtem Werkmaterial. Es vereint die Präzision und Kraft einer Aluminium- oder Magnesiumkarosserie, ist aber vollständig korrisionsbeständig.

Nach der nächsten Vertikalsaison wird abgerechnet.

TL
René

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